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Ein wenig über uns Thai

Mittwoch, 22.05.2024 ist in Thailand der
Visakha BuchaTag

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennenlernen"

Der Visakha BuchaTag ist der wichtigste buddhistische Feiertag in Thailand. Er wird begangen zum Gedenken an Buddhas Geburt, die Erleuchtung und seinen Tod. Es ist ein beweglicher Feiertag, d. h. der Tag, gilt als der Festtag, der auf den 15. Tag des zunehmenden Mondes im sechsten Mondkalender-Monat (normalerweise Mai) füllt.

Dieses religiöse Fest besteht seit der Sukhothai-Epoche, dem 13. Jahmakha-bucha-day-with-goldenrhundert, als Sukhothai die Hauptstadt des alten Siams war. Damals wurde das Fest an 3 Tagen und 3 Nächten begangen. Die Hauptaufgabe bestand in diesen Tagen darin, sich ausführlich mit den alten Schriften über das Werk Buddhas zu beschäftigen.

Heute ist dieser Vorgang auf einen Tag beschränkt.  Es beginnt mit dem morgendlichen Gang zum Tempel. Zunächst werden Räucherstäbchen angezündet und vor einem Buddhabildnis in ein Gefäss gesteckt. Wer Blumen mitgebracht hat, legt vor seinen drei tiefen Verbeugungen vor dem Bildnis Buddhas und dem nachfolgenden Gebet, auch die Blumen nieder. Dann wartet man mit anderen Tempelbesuchern bis die Predigt beginnt. Die von den Mönchen abgehaltenen Gebete werden nicht in Sanskrit, der Sprache der Könige, sondern in Pali, der Sprache des Volkes abgehalten. Die Predigt ist in Thai, bzw. in der Sprache, die von der im Tempelumkreis wohnenden Bevölkerung in ihrem Alltag gesprochen wird.

Nach der Predigt bleiben einzelne Gruppen noch im Tempel und unterhalten sich mit den Mönchen oder dem Abt des Tempels. Die Mönche verzehren jetzt die mitgebrachten Speisen und wenn sie fertig sind, dürfen auch die Besucher etwas essen. Anschließend gehen die meisten wieder nach Haus, um ihren täglichen Beschäftigungen nachzugehen.

Am frühen Nachmittag treffen sich die ersten Leute erneut im Tempel. Das eigentliche Festgeschehen beginnt mit Einbruch der Dämmerung. Als Opfergaben werden Räucherstäbchen und vor allen Dingen Lotus mitgebracht. Die Lotosblüte ist im Buddhismus das höchste Symbol für die Erleuchtung, weil diese Blume ihre Wurzel im schlammigen Boden der Erde entfaltet, ihre Blüten aber, die den Symbolgehalt des Geistes haben, sich nach der kosmischen Reinheit des Himmels strecken.

Zur Abenddämmerung wanmonk-sits-front-large-crowd-candlesdeln dann die gläubigen Buddhisten dreimal um das Hauptgebäude des Tempels. Dabei halten sie Lotosblüten, eine Kerze und drei Räucherstäbchen in ihren Händen, in Erinnerung an Buddhas Geburt, seine Erleuchtung und den Tod. Gebetslitaneien geben dieser Prozession einen würdigen Rahmen.

Nach dieser Haupttzeremonie bleiben die Gläubigen noch eine Weile auf dem Stempelgelände und unterhalten sich über allgemeine Dinge des Lebens. In den Städten und Dörfern ist es an diesem Tage still. Es ist kein lautes Fest, sondern eine Feier innerer Einkehr, zur Verehrung Buddhas. Man geht am Abend auch nicht etwa aus, um diesen Tag zu feiern. In Dorfgemeinschaften und im Familienkreis sitzt man vielleicht noch ein wenig zusammen bei leichter Unterhaltung. Restaurants haben an diesem hohen Feiertag weniger Betrieb als sonst und viele haben gar nicht geöffnet. Es ist kein Tag für fröhliche oder gar laute Feiern.

SONGKRAN, das thailändische Neujahr

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennenlernen".

Songkran ist das wohl bekannteste thailändische Volksfest. Es wird gefeiert vom 13. – 15. April jeden Jahres.

Das Wort Songkran stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet den Beginn eines neuen Sonnenjahres. Der thailändische Kalender begann früher am 13. April. Erst 1940 wurde in Thailand der Kalenderbeginn auf den 1. Januar umgestellt, um mit dem westlichen gleichzuziehen. Nach wie vor werden die Jahre in Thailand jedoch nach dem buddhistischen Zeitalter gezählt. Die buddhistische Zeitrechnung beginnt 543 Jahre früher, als die christliche.   Somit entspricht 2024 dem buddhistischen Jahr 2567. Auf Poststempeln wird so unter anderem das buddhistische Jahr angegeben, ebenso wie auf vielen Kalendern. Beide Zählweisen sind heute im täglichen Leben der Thais gebräuchlich.

Am Vorabend des Songkran werden Häuser und Tempelanlagen besonders sorgfältig gesäubert. Verschlissene Kleidung, Hausmüll und unbrauchbare Dinge werden auf dem Lande verbrannt, nach dem Glauben, daß diese alten Dinge, im neuen Jahr nur Unglück bringen.

Asongkran32023m Nachmittag des ersten Neujahrstages werden Buddhastatuen in einem zeremoniellen Bad gereinigt. Junge Leute beträufeln älteren, meistens den Eltern und auch Mönchen, die Hände mit Duftwasser, als Zeichen des Respekts und erhoffen sich gleichzeitig ihren Segen. In früheren Tagen wurden ältere Leute sogar gebadet und mit neuen Kleidern versehen.

Ein weiterer Brauch ist auch das Freilassen von gefangenen Vögeln und Fischen. Man erhofft sich durch diese gute Tat, weiteren Segen. In Paklat, Phra Pradaeng, nahe Bangkok, veranstalten junge Mädchen, festlich gekleidet, einen Umzug zum Fluß, um darin gefangenen Fischen ihre Freiheit wieder zu geben. Dieses geht auf den Ursprung zurück, als die Centralebene von einem Hochwasser heimgesucht wurde. Nachdem das Wasser zurückging, lagen zahlreiche Fische auf dem Trockenen. Die Fischer sammelten die Jungfische auf und hegten sie bis zum Songkrantag, um sie dann wieder dem Wasser zuzuführen. Zu diesem Umzug fahren in diesen Tagen viele junge Männer aus Bangkok, um hier vielleicht ihre Braut unter den hübschen Mädchen zu entdecken.

Der Songkran ist aber auch ein Gedenktag an die Verstorbenen. In einer religiösen Zeremonie werden hierzu Urnen mit der Asche von Verstorbenen zu den Tempeln gebracht. Essengaben für die Mönche gehören dazu. Die Mönche beten mit den Versammelten und erteilen für Lebende und Tote ihren Segen.

Zu den Besonderheiten gehört, daß während dieses Festes überall mit Wasser herum gepeople-enjoying-water-splasspritzt wird. Da der April zu den heißen Monaten Thailands gehört, empfinden es viele Thais als willkommene Erfrischung (wenigstens diejenigen, die auf gebügelte Kleidung, Make-up und Frisur nicht so viel Wert legen). Kinder "bewaffnen" sich mit großen Wasserpistolen und nässen jeden, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringt. Auf Pickups werden große Wassertonnen geladen und von der Ladefläche werden Passanten unter großem Geschrei mit Wasser übergossen. Wahre Wasserschlachten entwickeln sich manchmal unter den verschiedenen "Spritzmannschaften" der verschiedenen Pickup Trucks. Tankwagen voll mit Wasser gefüllt, fahren durch die Straßen und Passanten werden aus großen Feuerwehrschläuchen bespritzt. Obwohl das Fest durchaus religiösen Charakter hat, steht doch das Vergnügen, der "Sanuk", im Vordergrund und alles in allem herrscht ausgelassene Karnevalsstimmung.

Das Songkran-Fest wird nicht nur in Thailand, ebenso in Burma, Laos und Kambodscha gefeiert.

 

 

DER CHAKRI TAG

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennen lernen".

Der 06. April ist ein Nationalfeiertag in Thailand. Es wird die Krönung des ersten Königs der Chakri-Dynastie, Rama der Erste, gefeiert. Und wie es nun bei Feiertagen in Thailand so üblich, falls ein Feiertag am Wochenende ist, wird dieser selbstverständlich am darauffolgen Montag nachgeholt.

Anlässlich dieses Festes, wird nur 03.2017-1a-thailand-kingsan diesem Tag im Jahr, das königliche Pantheon der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses Gebäude in der Nähe des Grand Palace, beherbergt die lebensgroßen Statuen der Chakri-Könige. Wer die Statuen der Monarchen näher betrachten möchte, muss Geduld mitbringen, denn das Pantheon zieht an diesem Tag wie ein Magnet riesige Menschenmengen an. Ein anderer Festplatz befindet sich an der Nordrampe der Memorial-Brücke, wo eine gigantische Statue von Rama I. steht.

Auch nach mehr als 200 Jahren vergessen die Thailänder niemals die wichtigste Person in der thailändischen Geschichte: Seine Majestät König Phra Buddha Yodfa Chulaloke, den ersten König der Chakri Dynastie. Aus dieser Dynastie stammt auch der heutige Vertreter, als Rama X, König Maha Vajiralongkorn.

König Rama I, mit richtigem Namen, Duang oder Thong Duang, wurde 1736 in Ayutthaya geboren. Nach seiner Mönchszeit ging er als Offizier zum königlichen Hof und schon im Alter von 25 Jahren, war er Gouverneur der Provinz Ratchaburi. In den weiteren Jahren hatte er eine wichtige Rolle bei König Taksins Bemühungen zur Wiederherstellung der Souveränität Thailands. Am 6. April, im Alter von 46 Jahren 1782 wurde er zum König gekrönt und regierte 27 Jahre.

Nach seiner Krönung entschied Rama I, dass Thonburi nicht mehr als Hauptstadt geeignet sei. Es war nicht genügend Platz zur Erweiterung des Palastes vorhanden. Der Palast lag zu nah am Ufer des Chao Phraya und wurde von Erosion gefährdet. Nachdem er das Für und Wider auch aus militärischer und ökonomischer Sicht abwägte, beschloss Rama I, die Hauptstadt, an einen neuen Platz zu verlegen, Ban Kok (Olivendorf) war geboren.

Rama I baute auch das Wat Phra Kaeo, innerhalb des Königsbezirks, östlich des Grand Palace. Dieser Tempel ist der wichtigste in Thailand, da er den Emeraldenen Buddha beherbergt. Er ließ ferner den faszinierenden Tempel Wat Po errichten und 394 alte Buddha Abbilder um das Hauptgebäude platzieren. Diese Abbilder wurden aus allen Teilen des Landes herbeigeschafft und in ihren Ursprungszustand gebracht, bevor sie an ihrem endgültigen Standort aufgestellt wurden.

Der König nutzte das Regierungssystem der Ayutthaya Periode und ergänzte es um eine Beraterversammlung, welche aus Wesiren, Repräsentanten der Zivilverwaltung und Militärs bestand. Die Mitglieder waren handverlesen aus den Vertrauten des Königs. Seine Majestät der König war besorgt über die verloren gegangenen Gesetzesbücher, neun von zehn waren nach der Zerstörung Ayutthayas durch die Burmesen vernichtet oder verschwunden. Er veranlasste eine generelle Neuauflage der Gesetze des Königreiches und erließ die "Laws of the Three Seals" mit zivilrechtlichen und militärischen Regelungen. König Rama I überarbeitete die Gesetze persönlich, um diese an die veränderten Zeiten anzupassen.

Er bemühte sich sehr um religiöse Reformen mit dem Ziel, den Buddhismus in der Rattanaksin Ära zu festigen. Im Jahr 1788 berief er ein großes buddhistisches Konzil ein, um die Tripitaka, die älteste und wichtigste Sammlung von Dialogen und Lehrvorträgen Buddhas, neu bearbeiten zu lassen.

Als Rama I im Alter von 73 Jahren verstarb, hinterließ er seinen Nachfolgern ein in sich gefestigtes Thai